Prostatakrebs-Früherkennung rettet Männerleben

Am 15. September ist es wieder so weit, Europa begeht den European Prostatecancer Awareness Day (EPAD) 2020. Aus diesem Grund luden die Selbsthilfe Prostatakrebs Österreich und der Bundesverband Selbsthilfe Österreich (BVSHOE) heute, am 8. September, zur Online-Pressekonferenz. Ziel ist es unter anderem die Awareness für diese urologische Erkrankung deutlich zu stärken. Laut einer aktuellen Umfrage glauben nämlich 54% der Männer, dass Frauen eine Prostata haben. Zudem ging es um die Unterstreichung der elementaren Bedeutung von Vorsorgeuntersuchungen diesbezüglich. 

„Das Corona Virus ist wie ein Orkan über die Welt hinweggebraust. Österreich hat sehr gut reagiert und ist bisher sehr erfolgreich durch diese Zeiten hindurch gekommen. Aber auch die übrigen Erkrankungen müssen beachtet und behandelt werden!“, betont Ekkehard Büchler, Obmann der Selbsthilfe Prostatakrebs Österreich, anlässlich des Europäischen Prostatakrebs Tags 2020 / European Prostatecancer Awareness Day (EPAD), der am 15. September abgehalten wird. Zu diesem Anlass lud die Selbsthilfe Prostatakrebs gemeinsam mit dem Bundesverband Selbsthilfe Österreich (BVSHOE) zur Online-PK, um die Awareness bei Männern deutlich zu steigern. Und das aus gutem Grund. Denn laut einer aktuellen Umfrage der European Association of Urology (EAU) ist das Wissen von Männern um diesen häufigsten Krebs des männlichen Geschlechts gelinde gesagt bescheiden. So gehen etwa 54% der befragten davon aus, dass Frauen eine Prostata haben.

Grundlegende Unwissenheit

40% der Befragten konnten nicht eindeutig erklären, was ein Urologe tut. 10% gaben an, noch nie von einem Urologen gehört zu haben und fast 15% glauben, dass ein Urologe Störungen des Skelett-, Nerven- oder Kreislaufsystems behandelt. Drei Viertel der Männer haben zudem nur begrenzte Kenntnisse über die Symptome des Prostatakrebses. „Die Ergebnisse unserer jüngsten Umfrage zeigen deutlich, dass die Menschen schlecht informiert sind, wenn es um urologische Erkrankungen geht. Vor allem Männer verfügen über weniger Wissen als Frauen und verschließen die Augen vor Symptomen und Frühdiagnose“, kommentiert Prof. Hein Van Poppel, Urologe und stellvertretender Generalsekretär der EAU. 

„Rund 5.200 Männer werden in Österreich jährlich diagnostiziert; das sind 14 Patienten täglich. Etwa 1.200 davon sterben pro Jahr an Prostatakrebs und ca. 65.000 leben damit (die Zahlen wurden vom Ludwig Boltzmann Institut applied diagnostics für das Projekt PATIO erhoben)“, nennt Büchler ein paar wichtige Fakten. „Mit ihren Angehörigen und engen Freunden reden wir hier über 500.000 Menschen, die in Österreich betroffen sind. In ganz Europa sind es rund 450.000 Diagnosen und etwa 92.000 Todesfällen pro Jahr. 

Forderung der Selbsthilfe Prostatakrebs

„Prostatakrebs ist nach wie vor ein Tabuthema, umgeben von vielen Mythen und Halbwahrheiten“, führt der Obmann der Selbsthilfe Prostatakrebs aus. „Halten wir uns an die Tatsachen und das gesicherte Wissen. Es könnte so viel Leid und auch finanzielle Mittel gespart werden!“ Aus diesem Grund fordert Büchler vor allem eines: „Prostatakrebs muss in die gesundheitlichen Vorsorgeuntersuchungen aufgenommen werden – genauso wie das Brust-, Darm- und Gebärmutterhalskrebs schon sind! Denn: Prostatakrebs ist NUR im Anfangsstadium heilbar! In diesem Stadium gibt es KEINE Beschwerden.“ Voraussetzung für eine Frühdiagnose urologischer Erkrankungen ist aber auch ein entsprechendes Symptombewusstsein unter den Männern.

Die Erfolgsgeschichte des PSA

Shahrokh F. Shariat, M.D., Vorstand der Universitäts-Klinik für Urologie am AKH Wien, stößt in dasselbe Horn und schließt sich dieser Forderung der Selbsthilfe Prostatakrebs an: „Bei 1 von 9 Männern wird irgendwann im Laufe seines Lebens Prostatakrebs diagnostiziert. Jene Männer, die überlebt haben, taten dies, weil sie regelmäßig auf Prostatakrebs untersucht wurden. Der Krebs wurde rechtzeitig gefunden und behandelt, und sie konnten wieder zurück in ihr gewohntes Leben gehen.“ Auch er ist daher überzeugt: „Alle Männer sollten ein Basis-PSA in ihren Vierzigern bekommen. Dies gilt insbesondere für Männer mit einem höheren Risiko aufgrund ihrer Familiengeschichte. Der PSA-Basiswert zeigt Personen mit einem höheren Risiko an, ob möglicherweise eine genauere Untersuchung notwendig ist.“ 

Prof Dr. Hendrik Van Poppel sieht das sehr ähnlich: „In der Zeit vor PSA starb einer von drei bis einer von zwei Prostatakrebs Patienten. Das heißt, sie wurden viel zu spät diagnostiziert. Die Behandlungskosten eines früherkannten Mannes liegen unter 12.000 Euro und die Behandlungskosten für die letzten zwei Jahre eines hormonrefraktären Mannes vor seinem Tod betragen 240.000 Euro.“

* Siehe hierzu auch die Presseaussendung der European Association of Urology (EAU): 

https://www.prostatakrebse.at/wp-content/uploads/2019/02/Presseaussendung-der-EAU-Europ%C3%A4ische-Gesellschaft-f%C3%BCr-Urologie-vom-24.09.18-V2.pdf

Wir ersuchen um Berichterstattung in Ihrem Medium.

Besten Dank!
Ihr Ekkehard Franz Büchler

Rückfragen richten Sie bitte an:

Ekkehard Franz Büchler
Obmann der Selbsthilfe Prostatakrebs
Tel: 0680 1245178
E-Mail: efb@gmx.com
Web: www.prostatakrebse.at

sowie:

Sabine Röhrenbacher
Bundesverband Selbsthilfe Österreich, Leitung Kommunikation und Büro
Tel: 01 392 00 11-13
E-Mail: sabine.roehrenbacher@bvshoe.at
Web: www.bvshoe.at

Pressetext Prostatakrebstag

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Prostatakrebs A5 Flyer

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Ekkehard Buechler

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Hendrik Van Poppel

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Shahrokh F Shariat

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Sabine Röhrenbacher

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Ernst-Guenther Carl

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Wir helfen uns gegenseitig

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Selbsthilfe Niere: Online Workshops

Online Workshops im September

Online Workshop „Seelisches Wohlbefinden kreativ wiederfinden“ mit Ursula Charwat
Wann: 4.9.2020, 17:00 – 18:30 Uhr
Wo: Online Vortrag via Zoom

Online Workshop „Identität: Wer bin ich? Bin ich noch ich, auch wenn ich krank bin?“ mit Yvonne Hammer
Wann: 18.9.2020, 17:00 – 18:30 Uhr
Wo: Online Vortrag via Zoom

Online Workshop „Seelisches Wohlbefinden kreativ wiederfinden“ mit Ursula Charwat
Wann: 2.10.2020, 17:00 – 18:30 Uhr
Wo: Online Vortrag via Zoom

Weitere Informationen unter www.selbsthilfe-niere.at/veranstaltungen/

Mit freundlichen Grüßen
Claus Pohnitzer
Obmann Selbsthilfe Niere
0676/402 83 04
info@selbsthilfe-niere.at

Hochsensibilität: Die Blume des Lebens

"Hochsensibilität: Die Blume des Lebens" - Einladung zur online-Buchpräsentation mit Webinar

Liebe Freundinnen und Freunde vom SAG7 Selbsthilfenetzwerk!

Im Namen von SAG7 freue ich mich, euch zu unserer Veranstaltung einzuladen. Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, Hochsensible im Rahmen von Selbsthilfegruppen nach dem „12-Schritte-Programm“ zu unterstützen.

Mit der für Mittwoch, den 16. September 2020 von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr avisierten Buchveröffentlichung des neuen 12-Schritte-Buches „Hochsensibilität – Die Blume des Lebens„( Einladung im Attachment) soll Hochsensiblen eine besondere Handreichung im positiven Umgang mit ihrer herausfordernden Begabung zur Verfügung gestellt werden.

Höhepunkt des online-Events ist eine Lesung aus dem neuen Buch mit der aus Theater und Film bekannten Schauspielerin Barbara Kaudelka https://www.barbarakaudelka.com/

Zu Wort kommen weiters die auf Hochsensibilität spezialisierte Klinische Psychologin Mag. Caroline Makovec sowie der Leiter der Klinischen Abteilung für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin am Universitätsklinikum Tulln, Prim. Prof. PD Dr. Martin Aigner.

Ich freu mich von Herzen auf eure geschätzte Antwort und wünsche allen noch einen traumhaften Restsommer😊

Wir freuen uns sehr über die Weiterleitung der Veranstaltung an eure Kontakte.

Alles liebe und sonnige Herzensgrüße Karin

Einladung Webinar

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Prostatakrebs-Früherkennung rettet Männerleben

Aus diesem Grund laden die Selbsthilfe Prostatakrebs Österreich und der Bundesverband Selbsthilfe Österreich (BVSHOE) am 8. September 2020, um 10:30 Uhr, zur Online-Pressekonferenz. Anlass dafür ist der Europäische Prostatakrebs Tag am 15. September 2020.

Anlässlich des Europäischen Prostatakrebs Tages (European Protatecancer Awareness Day) am 15. September 2020 laden die Selbsthilfe Prostatakrebs und der Bundesverband Selbsthilfe Österreich (BVSHOE) zur Online-PK, um über den aktuellen Stand bezüglich Prostatakrebs in Österreich zu informieren. Die Selbsthilfe Prostatakrebs fordert vor allem die Aufnahme der Prostatakrebsuntersuchung in die gesundheitliche Vorsorgeuntersuchung.

Die Eckdaten der Online-PK auf einen Blick:

  • Datum: 8. 9. 2020, 10:30 Uhr
  • Ort: Ihr Schreibtisch
  • Themen: Prostatakrebs-Früherkennung rettet Männerleben! 

Die Redner:

  • Ekkehard Franz Büchler, Obmann der Selbsthilfe Prostatakrebs
  • Univ. Prof. Dr. Shahrokh F. Shariat, Vorstand der Universitäts-Klinik für Urologie am AKH Wien
  • Univ.-Prof. Dr. Hendrik Van Poppel, Adjunct Secretary General of the European Association of Urology (EAU) responsible for Education
  • Ernst-Günther Carl, Stellvertretender Vorsitzender Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V.

Anschließend telefonische Interviews: Nach der Online-PK stehen Ekkehard Franz Büchler und Univ. Prof. Dr. Shahrokh F. Shariat nach vorheriger Vereinbarung bzw. Anmeldung für telefonische Interviews zur Verfügung.

Bitte merken Sie sich diesen Termin vor! 

Nähere Details dazu bzw. der Link zum Stream folgen in Kürze.

Ihr Ekkehard Franz Büchler

 

Rückfragen richten Sie bitte an:

Ekkehard Franz Büchler, Obmann der Selbsthilfe Prostatakrebs

Tel: 0680 1245178

E-Mail: efb@gmx.com

sowie:

Sabine Röhrenbacher, Bundesverband Selbsthilfe Österreich, Leitung Kommunikation und Büro

Tel: 01 392 00 11-13

E-Mail: sabine.roehrenbacher@bvshoe.at

HHÖ: Welt-Hepatitis-Tag 2020

Welt-Hepatitis-Tag 2020 – „hepatitisfreie Zukunft für unsere Kinder"

Am 28. Juli ist wieder Welt Hepatitis Tag, mit dem die World Hepatitis Alliance (WHA) seit 2011 jährlich auf die Gefahren von viralen Lebererkrankungen aufmerksam macht, um Hepatitis B und C bis 2030 zu eliminieren. Die Hepatitis Hilfe Österreich – Plattform Gesunde Leber (HHÖ) rund um Vorsitzende Angelika Widhalm lud zu diesem Anlass am 23. Juli zur Online-Pressekonferenz. Dabei wurde auch der Zusammenhang von COVID-19 mit Lebererkrankungen thematisiert.

Seit 2011 wird der Welt Hepatitis Tag am 28. Juli nun international abgehalten, um die Awareness für alle viralen Hepatitiden zu steigern. Das Ziel: Diese schweren Lebererkrankungen bis 2030 zu eliminieren. Zu diesem Zweck lud die Hepatitis Hilfe Österreich – Plattform Gesunde Leber (HHÖ) rund um Vorsitzende Angelika Widhalm auch dieses Jahr zur Online-Pressekonferenz. Dabei wurde heuer auch der Zusammenhang von Lebererkrankungen und COVID-19 thematisiert. Neben Widhalm taten dies Dr. Gottfried Hirnschall, bis 2019 Direktor der HIV / AIDS-Abteilung und des Global Hepatitis Program (GHP) der Weltgesundheitsorganisation und Assoc. Prof. PD Dr. Thomas Reiberger, Leiter der Arbeitsgruppe Lebererkrankungen in der ÖGGH, zur Situation der Infektionserkrankungen virale Hepatitis und COVID-19 hierzulande den Journalisten näherbringen. Ao Univ.Prof. Dr. Heinz Zoller legte die Situation der Aktivitäten in Österreich gemäß Forderung der WHO zur Eliminierung der viralen Hepatitis in Österreich, speziell auch in Tirol als Vorzeigemodell, dar. 

Zusammenhang von Lebererkrankungen und COVID-19

SARS-CoV-2 hält die Welt weiterhin unter Spannung und wird dies vorrausichtlich auch die nächsten Jahre noch tun. Unter diesen aktuellen Umständen treten viele Engpässe des Gesundheitssystems zum Vorschein: manche PatientInnen erhalten ihre Therapien verspätet oder mussten sie unterbrechen, notwendige Routineuntersuchungen werden oft unregelmäßig durchgeführt und viele Menschen mit Lebererkrankung sind sehr verunsichert, ob denn ihre persönliche Problematik durch COVID-19 noch zusätzlich verschärft werden kann.

„Wir dürfen Erkrankungen wie virale Hepatitis, die weltweit zusammengerechnet weiterhin jedes Jahr über eine Million Tote fordern, und insbesondere die Menschen, die davon betroffen sind auf keinen Fall übersehen“, mahnt Widhalm. „Vieles ist in Österreich schon geschehen, um die von der WHO geforderte Elimination von viraler Hepatitis bis zum Jahr 2030 voranzutreiben. Fortschritte werden zu Nichte gemacht und Erfolge sind in Gefahr, wenn wir jetzt wegen COVID-19 darauf „vergessen“ weiterzumachen.“

Zudem stellt sie die Frage, „warum Lektionen, die wir von viraler Hepatitis gelernt haben, nicht bei der Bekämpfung von SARS-CoV-2 eingesetzt werden“. Und: Warum stattdessen jetzt einzelne, teure Maßnahmen nur für den aktuellen Coronavirus aufgebaut. Stattdessen könnten zukunftsfähige bestehende Maßnahmen für virale Hepatitis und HIV erweitert und ausgebaut werden. (Breitflächige Screening Maßnahmen, Gesundheitsregister, Aktionsplan, Hygienemaßnahmen in Betrieben, etc.)

Auch wenn sich die Situation für virale Hepatitis in Österreich in den letzten Jahrzehnten stetig – aber langsamer als von der WHO gefordert – gebessert hat, gilt: „Wir müssen handeln, damit wir nicht aufgrund der COVID-19 Pandemie wieder weit zurückfallen“, so Widhalm, die zudem davor warnt, „für COVID-19 eine neue, umständliche und vor allem teure Autobahn quer über das österreichische Gesundheitssystem zu bauen, die man in ein paar Jahren wieder kostspielig um- und abbauen muss!“ Vielmehr empfiehlt die HHÖ, die bestehenden Strukturen aufzubauen, zu stärken und zu erweitern. „Damit wir unseren Kindern ermöglichen, in einer Welt frei von viraler Hepatitis leben zu können“, betont die HHÖ-Vorsitzende.

„Was schon jetzt sehr deutlich wird, ist dass die COVID-19 Pandemie mit anderen globalen Epidemien, wie viraler Hepatitis oder HIV kollidiert und einen negativen Einfluss auf die Kontinuität der medizinischen Leistungen insgesamt hat. (…) Fünf konkrete Aktionsbereiche, die auch in der Strategie der WHO vorgesehen sind, dürfen wir jetzt nicht vernachlässigen, wenn wir wollen, dass unsere Kinder in einer Welt ohne virale Hepatitis leben können“, ist auch Dr. Gottfried Hirnschall überzeugt.

„Wir können es uns nicht leisten, während Corona NUR an Corona zu denken! Natürlich sollten wir sämtliche Prophylaxe-Maßnahmen durchführen, aber wir haben so viele Infektionserkrankungen und andere Lebererkrankungen, die wir dabei nicht vergessen dürfen. Und: Die Hepatitis C ist heilbar! Hepatits B können wir sehr gut behandeln“, betont Assoc. Prof. PD Dr. Thomas Reiberger.

Nähere Details entnehmen Sie bitte dem angehängten Pressetext!

Wir ersuchen um Berichterstattung in Ihrem Medium.

Ihre Angelika Widhalm

Die gesamte Online-PK finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=JHEsBVrkb5M

Wir danken unserern Unterstützern:
GILEAD – BODYMED – INTERCEPT

Rückfragen richten Sie bitte an:
HHÖ-Vorsitzende Angelika Widhalm
Tel: 01/581 03 28 oder 0676/5204124
E-Mail: info@gesundeleber.at

Widhalm

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Prais

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Hirnschall

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Zoller

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Reiberger

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Pressetext HHOe WHD 2020 PS

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Slides - REIBERGER_200720_PK-Patienten-COVID-Leber

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Slides - HCV-freies-Österreich_Zoller

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Antrag NPO-Unterstützungsfonds

Liebe Mitglieder!

ein weiterer Meilenstein ist geschafft – der NPO-Unterstützungsfonds wurde installiert! Die österreichische Bundesregierung unterstützt die von der Corona-Krise stark getroffenen gemeinnützigen Organisationen, vor allem auch im Sozialbereich. Damit erkennt sie die, auch während der Corona Krise, von Selbsthilfe- und Patientenorganisationen erbrachten und für unsere Gesellschaft unverzichtbaren Leistungen an.

Heute wurden die Richtlinien zum NPO-Unterstützungsfonds veröffentlicht.
Anträge können ab Mittwoch, den 8. Juli 2020, gestellt werden.

Alle Informationen zum NPO-Unterstützungsfonds finden Sie unter www.npo-fonds.at.

Im Anhang:

  • Einen Überblick über den NPO-Unterstützungsfonds
  • Die NPO-Fonds-Richtlinienverordnung

Wir sehen diese offizielle Anerkennung und finanzielle Unterstützung als weiteren Schritt in Richtung der von uns angestrebten Basisfinanzierung für Selbsthilfe- und Patientenorganisationen nach dem deutschen Modell. Mehr Informationen zu unserem Leuchtturmprojekt „Basisfinanzierung für die Selbsthilfe“ auf unserer BVSHOE Website.

Für Fragen steht Sabine Röhrenbacher gerne unter 01/392 00 11-13 zur Verfügung.

EU Umfrage

Liebe Mitglieder! 
Sehr geehrte Damen und Herren! 

Es gibt eine gesundheitsbezogene EU Umfrage, zum Thema Gesundheit, Forschung und Datenschutz.

Die Umfrage dauert ca. 10-15 Minuten und sie ist noch bis zum 5.7.2020 offen. 

Hier gehts zur Umfrage:

https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/Health_Data_Survey_EUHealthSupport

Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme. 

Bleibt Gesund! 
Bleiben Sie gesund! 

Euer/Ihr BVSVOE Team

HHÖ-Online-PK zur European Testing Week

HHÖ-Online-PK zur Spring European Testing Week 2020 – Testen, Finden, Therapieren, Heilen

Noch bis 22. Mai steht die European Testing Week 2020 für HBV/HCV/HIV/SARS-CoV-2 (Coronavirus) auf dem WHO Gesundheitsprogramm in Europa. Auch heuer wird diese Testoffensive hierzulande unter anderem wieder von der Hepatitis Hilfe Österreich – Plattform Gesunde Leber (HHÖ) rund um Vorsitzende Angelika Widhalm initiiert. „Nur wenn rechtzeitig Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, informiert, getestet und in weiter Folge therapiert wird, haben wir weltweit eine Chance, die Ziele der WHO (z.B.: Eliminierung viraler Hepatitis weltweit bis 2030) zu erreichen. Virale Hepatitis ist mittlerweile in den meisten Fällen therapier- bzw. heilbar, HIV/Aids ist heute sehr gut therapierbar. Für Corona sind alle zur Verfügung stehenden Ressourcen zu bündeln, um die weltweit laufenden Initiativen zu unterstützen“, betont Widhalm. 

Mit der Europäischen Testwoche soll vor allem eine Awareness geschaffen werden, „damit der Testwille der Bevölkerung erhöht wird und dadurch die dringende Notwendigkeit von bundesweit einheitlichen, qualitätsgesicherten und niederschwelligen Teststrukturen erkannt wird und diese tatsächlich auch in Angriff genommen werden“, so die HHÖ-Vorsitzende. „Bei viraler Hepatitis sollte gemäß Empfehlungen der CDC jeder zwischen 18 und 79 Jahren getestet werden. Dafür reicht es allerdings nicht, wenn man in den Ambulanzen einfach wartet, bis die Leute kommen. Man muss aktiv auf die Bevölkerung zugehen – mit einem bundesweiten Angebot an qualitätsgesicherten niederschwelligen Testmöglichkeiten für virale Erkrankungen. Unser Ziel muss sein: Testen, Finden, Therapieren, Heilen.“

Zahlen, Daten, Fakten

Bei der Online-Pressekonferenz der HHÖ nannte Assoc.Prof. Priv.Doz. Dr. Thomas Reiberger, (Klinische Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie im AKH-Wien, Uni.Klinik für Innere Medizin III, Med.Uni.Wien, Leiter AG Leber der ÖGGH) auch einige wichtige Zahlen: Weltweit gibt es laut rezenten WHO Daten 257.000.000 Hepatitis B Fälle und 71.000.000 Hepatitis C Fälle sowie 37,9 Millionen HIV betroffene Menschen. „In Bezug auf die Virushepatitis B und C wurde das globale Ziel einer Elimination (definiert über 90%ige Reduktion der Neuinfektionen und 65%ige Reduktion der assoziierten Todesfälle) für 2030 ausgegeben. In Österreich sind die Hocheffektiven Therapien für Hepatitis B und C breit verfügbar und daher sind wir auf einem guten Weg das Eliminationsziel für 2030 zu erreichen. Kritisch für den Erfolg der Elimination ist es allerdings, validierte Testungen mit niederschwelligem Zugang anzubieten und spezifische Mikroeliminationsprojekte für Risikogruppen durchzuführen. Die Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) arbeitet gemeinsam mit der Hepatitis Hilfe Österreich – Plattform gesunde Leber, um weitere effektive Teststrategien (wie zum Beispiel im Rahmen der European Testing Week) und niederschwelligen Zugang zu Information und Therapien für die Infektionserkrankungen Hepatitis B, C und HIV in Österreich anzubieten.“

Ein ausführliches Statement von Dr. Bernhard Benka, Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, finden Sie im Dokument in der Beilage.

Die Ziele

Auch wenn hier in Österreich für alle von HIV/Aids oder Viraler Hepatitis betroffenen eine Therapie zur Verfügung steht, so hinken wir allerdings bei der validierten Diagnose, den Tests, hinterher“, betont Widhalm. „Ohne die Betroffenen über einen validierten Test zu finden, kann ihnen unmöglich geholfen und somit die Infektion und Gefährdung weiterer Menschen garantiert nicht verhindert werden. In Österreich wurde es über die letzten Jahre schlicht versäumt, bundesweit selbstbestimmte qualitätsgesicherte niederschwellige Teststrukturen zu etablieren. Es wurde immer wieder am falschen Ort und Platz gespart“, meint die HHÖ-Vorsitzende. 

Um das langfristige Ziel, die Viren und Erreger effektiv zu eliminieren, auch tatsächlich erreichen zu können, müssen alle betroffenen Menschen entsprechend therapiert bzw. – wenn möglich – geheilt werden. Auf der anderen Seite ist aber auch die Impfungsrate (bei Hepatitis B) hoch zu halten, sodass weitere Ansteckungswellen verhindert werden können. Daher fordert die HHÖ: „Wir brauchen bundesweit – in Städten sowie im ländlichen Raum – qualitätsgesicherte niederschwellige Testmöglichkeiten für virale Erkrankungen, die an das Gesundheitssystem nahtlos angeschlossen sind. Dazu muss man die bestehenden Strukturen aufwerten, evaluieren und sinnvoll ergänzen.“

Aber auch im Bereich der Ent-Stigmatisierung sei noch viel zu tun, betont Widhalm. 

Strategischer Ansatz gefragt

Die HHÖ warnt allerdings davor, „planlos eine neue Autobahn quer über und durch das Gesundheitswesen zu bauen, die dann voraussichtlich 5 bis 10 Jahre lang für Corona genützt wird, bevor diese neuen Strukturen dann kostspielig wiederum abgebaut werden. Stattdessen ist es sinnvoller und effektiver, die bereits bestehenden Strukturen aufzuwerten und auszubauen“, ist Widhalm überzeugt. „International wird während der jetzigen Pandemie ein entsprechendes Mantra gepredigt: jeden notwendigen Kontakt mit dem Gesundheitssystem so effektiv wie möglich zu nützen. Eine Lehre die wir auch für ‚das Danach‘ beherzigen sollten: Aktuell werden in vielen Ländern Standarduntersuchungen bei Patientinnen und Patienten verschoben oder aber ‚geclustert‘ – also gehäuft – durchgeführt, sofern sie nicht dringend und notwendig sind. Alle Testmöglichkeiten müssen kombiniert und effektiver eingesetzt werden – und das nicht nur in Krisenzeiten.“

Österreich befindet sich noch immer mitten in der Pandemie. Und die virale Hepatitis und HIV/Aids muss endlich genauso als eine weltweite Gefahr gesehen werden. „Hätten wir in den vergangenen Jahrzehnten bei viraler Hepatitis so reagiert, wie jetzt bei COVID 19, hätten wir uns wahrscheinlich viel Leid und Belastung der Gesundheitssysteme erspart“, betont Widhalm abschließend.

Bleiben Sie gesund!

Über die Hepatitis Hilfe Österreich – Plattform Gesunde Leber (HHÖ)

Die Hepatitis Hilfe Österreich – Plattform Gesunde Leber (HHÖ)wurde im Jahr 2000 von engagierten Patienten gemeinsam mit Ärzten und den Partnern aus der Gesundheitspolitik gegründet. Seither fungiert der gemeinnützige Verein als Schnittstelle zwischen PatientInnen und MedizinerInnen, Behörden, Ministerien, Arbeiter- und Wirtschaftskammer, Sozialversicherungsträgern, Krankenkassen sowie regionalen Behörden hier in Österreich. Ein wissenschaftlicher Beirat, bestehend aus namhaften Fachärzten und Wissenschaftlern, gewährleistet die Zuverlässigkeit, Aktualität und Seriosität der medizinischen Informationen der HHÖ. Die Hepatitis Hilfe Österreich wird künftig noch enger als bisher mit allen zuständigen Behörden, Ministerien und einschlägigen Institutionen des Landes sowie den Medien zusammenarbeiten.

Hier geht´s zur Online-PK: https://youtu.be/tXQFQ3O-Y-o

Englische Statements finden Sie hier: https://youtu.be/t9V2o50w65g

Pressetext

Pressetext ETW 2020 HHÖ
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ETW 2020 Benka

Statement von Dr. Bernhard Benka
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Präsentation Reiberger

PPT REIBERGER PK-COVID HIV
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Pressebild

Angelika Widhalm flankiert von Dr. Bernhard Benka (links) und Assoc.Prof. Priv.Doz. Dr. Thomas Reiberger. © Hepatitis Hilfe Österreich – Plattform Gesunde Leber (HHÖ)
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Unabdingbare Maßnahmen

BUNDESVERBAND SELBSTHILFE ÖSTERREICH (BVSHOE) – UNABDINGBARE MASSNAHMEN ZUM „ELEKTRONISCHEN IMPFPASS“, ZUR „ANBINDUNG EXTERNER LABORE AN ELGA“ UND ZU „COVID-19 DATEN“

Offener Brief an das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz zu Handen Herrn Bundesminister Rudolf Anschober.

COVID-19 konnte in Österreich bis jetzt erfolgreich in Schach gehalten werden. Die Maßnahmen der Bundesregierung waren hart, haben aber die in sie gesetzten Hoffnungen zur Eindämmung der Infektionen erfüllt. Unabhängig davon erwarten uns vielleicht weitere Infektionswellen, da nach internationaler Meinung ein komplettes Auslöschen des Virus derzeit unwahrscheinlich ist.

Der Bundesverband Selbsthilfe Österreich (BVSHOE) macht in diesem Zusammenhang auf einige Maßnahmen aufmerksam, welche sowohl für den Bereich Soziales und Medizin aber auch für die Wirtschaft von Bedeutung sind.

  1. Umsetzung des elektronischen Impfpasses (e-Impfpass)

Die Umsetzung des e-Impfpasses benötigt eine Novelle des Gesundheitstelematik-gesetzes. Trotz der teilweise negativen Stellungnahmen ist der enorme Nutzen von elektronisch erfassten Impfungen bei einer möglichen zweiten Welle im Herbst oder Winter dieses Jahres unbedingt notwendig. Der BVSHOE fordert daher dringend die Novelle bis spätestens Juni 2020 in den Nationalrat zu bringen, um so die rasche Verfügbarkeit des elektronischen Impfpasses – zunächst auf Basis eines erweiterten Pilotprojektes – für die Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen. Damit können sowohl die Grippeimpfungen und etwaige COVID-19 Impfungen erfasst und in Folge ausgewertet werden.

  1. Anbindung externer Labore an ELGA

Eine Hauptanwendung von ELGA ist der elektronische Befund (e-Befund). Die Anbindung extramuraler Labore ist bis heute leider noch nicht erfolgt. Prinzipiell ist dies innerhalb von wenigen Monaten ohne massive Änderungen des Designs möglich. Das Problem der Implementierung des situativen Opt-Outs könnte – nach Meinung des BVSHOE – durch eine Übergangsfrist gelöst werden. Derzeit ist das situative Opt-Out in Abstimmung. Dieser Punkt ist nicht nur für chronische Patientinnen und Patienten relevant, sondern auch für den derzeit besonders betroffenen Bereich des Tourismus von Bedeutung. Dann könnten Laborbefunde aus dem extramuralen Bereich elektronisch in Österreich zur Verfügung gestellt werden. Labordaten auf Papier verursachen im Ernstfall unnötige Kosten für das Gesundheitswesen und Nachteile für die Patientinnen und Patienten.

  1. COVID-19 Daten

Um die Erforschung von COVID-19 zu verbessern, ist es notwendig die anonymisierten Gesundheitsdaten auch aus ELGA und dem EMS für die Forschung – unter strenger Berücksichtigung der Nicht-Rückverfolgung zur Einzelperson – für bspw. die medizinischen Universitäten zur Verfügung zu stellen. Damit können wichtige und notwendige Forschungsvorhaben zum Nutzen der Patientinnen und Patienten durchgeführt werden.

Der Bundesverband Selbsthilfe Österreich sieht in diesen drei Punkten eine wesentliche Verbesserung der schon eingerichteten Maßnahmen. Diese sind mit relativ geringen Ressourcen innerhalb eines definierten Zeitraumes umzusetzen. Noch offene Problemstellungen können durch einen Übergangszeitraum umgesetzt werden.

Wir bitten dringend um Berücksichtigung unserer Expertise und die Respektierung der Interessen der Patientinnen und Patienten Österrreichs.

 

Rückfragehinweis
Mag.(FH) Sabine Röhrenbacher
Leitung Kommunikation und Büro
Bundesverband Selbsthilfe Österreich
Lambrechtgasse 5/7
1040 Wien
Telefon: 01/392 00 11-13
E-Mail: sabine.roehrenbacher@bvshoe.at
Web: www.bvshoe.at

Offener Brief BMSGPK Unabdingbare Maßnahmen

BVSHOE Brief BMSGPK Unabdingbare Maßnahmen
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